Gemeinsam unterwegs

Neben dem alltäglichen Unterricht in Theorie und Praxis nehmen die
Schüler und Lehrer der Physiotherapie Gesundheits- und Krankenpflegeschule auch an vielfältigen
weiteren Aktivitäten und Projekten teil. Einen Teil dieser Aktivitäten
möchten wir gerne auf diesen Seiten vorstellen.
Projekt zur „Gewinnung von potentiellen Stammzellenspendern im Raum Koblenz

Jedes Jahr haben die Abgänger die Wahl zwischen verschiedenen Themen, um
welche sich ihre letzte Schularbeit drehen soll. Nachdem die
Stefan-Morsch-Stiftung in Koblenz zu Gast war und über die Arbeit der
Stiftung berichtet hat, entschlossen sich 23 Schülerrinnen und Schüler
ein Projekt zur "Gewinnung von potentiellen Stammzellenspendern im Raum Koblenz"
durchzuführen. Unterstützt und beraten werden sie von ihrem
Klassenlehrer Bernd Westbomke, der sich zusammen mit den
Projektteilnehmern/-innen sehr engagiert für die Stiftung einsetzt. Die
Überlegungen, die die Schüler/-innen rund um die Organisation und
Durchführung entsprechender Aktionstermine anstellen, werden nicht nur
in der Abschlussarbeit schriftlich festgehalten, sondern auch wirklich
ausgeführt.
So haben sich vier Typisierungs-Termine ergeben:
- Am Mittwoch, den 04.02.09, von 10 bis 16 Uhr, Katholisches Klinikum Betriebsstätte Marienhof, im Raum an der Cafeteria, Rudolf-Vierow-Str. 7, in Koblenz.
- Am Donnerstag, den 05.02.09, von 10 bis 16 Uhr auf dem Campus der Universität Koblenz-Landau, in der Nähe der Mensa.
- Ebenso am Donnerstag, den 05.02.09, von 11 bis 15 Uhr im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Montabaur, Koblenzer Straße 11-13.
- Und am Freitag, den 06.02.09, von 10 bis 16 Uhr, im Katholischen Klinikum, Betriebsstätte Brüderhaus, im Raum an der Cafeteria, Kardinal-Kremetz-Str. 1-5, in Koblenz. Alle Interessierten, die sich über die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung informieren möchten oder sich für die Spenderdatei registrieren möchten, sind herzlich eingeladen.
- Die Stefan-Morsch-Stiftung dankt schon jetzt den eifrigen Schülerinnen und Schülern sowie den unterstützenden Lehrern, für das tolle Engagement, das sie der Stefan-Morsch-Stiftung entgegen bringen.
1000 potentielle Lebensretter in Koblenz registriert
Ein großer Erfolg war die
Typisierungsaktion in Koblenz, die in Zusammenarbeit mit der
Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikums Koblenz durchgeführt
wurde. Genau 1000 Menschen haben sich an drei Tagen, an vier
verschiedenen Standorten für die Spenderdatei registrieren lassen.
Zu verdanken hat die Stefan-Morsch-Stiftung diesen Erfolg den
engagierten Schülerinnen der Abschlussklasse der Gesundheits- und
Krankenpflegeschule sowie deren Lehrer Bernd Westbomke. Sie hatten die
Aktion zu ihrem Abschlussprojekt gemacht und im Vorfeld organisiert.
Doch auch während der Veranstaltungen zeigten sie großen Einsatz: sie
führten die Blutentnahmen zum größten Teil selbst durch und machten die
ganzen Tage über kräftig Werbung.
Besonders hervorzuheben ist auch, wie sich die angehenden Gesundheits-
und Krankenpflegerinnen ins Zeug gelegt haben, um Geldspenden zu
sammeln. Jede Typisierung einer Blutprobe kostet die Stiftung nämlich 50
Euro. Dies soll für die potentiellen Spender, die sich in die Datei
aufnehmen lassen, natürlich kostenlos sein. Trotzdem muss das Geld
irgendwo herkommen, weshalb die Stefan-Morsch-Stiftung auf Spendengelder
angewiesen ist. Die Schülerinnen haben dies während ihres
Abschlussprojekts nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern mit in die
Organisation der Aktion eingeplant und viele Menschen gefunden, die mit
einer Spende die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung unterstützen. Dafür
ein herzliches Dankeschön.
Abschließend möchte die Stefan-Morsch-Stiftung allen Beteiligten für die tolle gelungene Zusammenarbeit danken!
Deutsch-Israelische Schulpartnerschaft

Am 29. April 2013 wurde im Rahmen einer Feierstunde am Rabin Medical Center in Petah Tikva, der israelischen Partnerstadt von Koblenz, die Partnerschaft zwischen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Katholischen Klinikum Koblenz ▪ Montabaur und der Dina Academic School of Nursing besiegelt.
Der feierlichen Unterzeichnung der Urkunde durch die beiden Schulleiter, Ilana Margalith und Christoph Becker, waren eineinhalb Jahre der Vorbereitung vorangegangen. Initiiert wurde der Aufbau der Schulpartnerschaft durch die Auszubildenden des Kurses A/11 und ihrer Klassenleiterin Renate Fischer, die während ihres Einführungsseminars in Kloster Arnstein die Idee dazu entwickelten und die Umsetzung zu ihrem Kursprojekt erklärten.
Zahlreiche Aktivitäten folgten, um den Plan Realität werden zu lassen. Nachdem die Unterstützung des Projektes durch die Hausoberin des Katholischen Klinikums, Frau Brest, zugesichert worden war, wurde zunächst der Kontakt zum Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva hergestellt. Im Rahmen der BUGA 2011 hatten zwei Schülerinnen des A/11 die Gelegenheit, das Projekt dem Bürgermeister von Petah Tikva vorzustellen. Nachfolgend wurde die Diana Nursing-School in Petah Tikva angefragt, ob Interesse an einer Partnerschaft bestünde. Es entwickelte sich ein lebhafter Email-Austausch zwischen Ilana Margalith und Renate Fischer, der im September 2012 in eine Einladung nach Israel für April 2013 mündete. Parallel dazu beschäftigte sich der Kurs im Unterricht intensiv mit dem Thema Israel, seiner Geschichte, Geografie, dem Judentum und der aktuellen politischen Situation.
So reisten wir, Christoph Becker und Renate Fischer, am 27.04.2013 also nach Petah Tikva: im Gepäck viel gespannte Erwartung, Neugier und einem dicken Fotoalbum, in dem die A/11-Schüler sich den israelischen Pflegekollegen vorstellten. Diese vier Tage in Israel haben unsere israelischen Partner für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Die Zeit unseres Aufenthalts war so geplant, dass wir sehr viel erleben durften und uns rundum wohlfühlen konnten. Hierzu gehörte die persönliche Begrüßung am Flughafen von Tel Aviv durch Monica Cohen, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung von Petah Tikva, unsere ständige Begleitung durch eine deutschsprachige Lehrerkollegin, um unsere Englischkenntnisse nicht allzu sehr zu strapazieren, die Organisation sämtlicher Transfers zwischen Flughafen, Hotel und Schule sowie die ständige Sorge um unser leibliches Wohl. Übrigens: Das Essen in Israel ist sensationell lecker!
Am ersten Tag unseres Aufenthaltes wurden wir zunächst durch Dr. Dorit Weiss, oberste Pflegeleitung des Clalit Health Service, über das Gesundheitswesen in Israel und den Clalit-Konzern - zweitgrößtes Non-Profit-Unternehmen im Gesundheitswesen weltweit - informiert. Es folgten Führungen durch das Rabin Medical Center, einer Klinik mit 1.300 Betten an zwei Standorten und 4.500 Mitarbeitern sowie durch die international bekannte Schneider-Kinderklinik. Wir erlebten moderne, technisch exzellent ausgestattete (z.B. besitzt das Rabin Medical Center den Da Vinci-Roboter zur computerassistierten Chirurgie) und durch und durch patientenorientiert gestaltete Kliniken. Nachmittags standen Gespräche bezüglich der Schulpartnerschaft und schließlich noch eine Tour nach Jerusalem mit Stadtführung auf dem Programm.
Pflegeausbildung an der Dina Academic School of Nursing in Petah Tikva
- Die akademische Pflegeausbildung erfolgt in Kooperation mit der Universität Tel Aviv.
- Pflege-Auszubildende sind Studierende und bezahlen Studiengebühren.
- Verschiedene Studiengänge werden angeboten:
-dreijähriges Diplomstudium, Abschluss RN (Registered Nurse)
-vierjähriges Bachelor-Studium (BA Nursing) und RN-Abschluss
-dreijähriges, verkürztes "Second Career" Studium für Bachelor-Absolventen in anderen Fächern mit RN-Abschluss
-einjährige "Post-Basic-Courses" zur Spezialisierung, z.B. in OP- und Intensivpflege - Praktische Ausbildung
Die Ausbildung findet in stationären und ambulanten Einrichtungen statt. Die Studierenden stehen nicht auf dem Stellenplan. - Das akademische Lehrpersonal der Schule ist intensiv in die praktische Ausbildung involviert.
- Auf zahlreichen Stationen gibt es separate Räume für die Studierenden zur Vor- und Nachbereitung von praktischen Lernsituationen.
- Studierende sind Lernende. Sie dürfen nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, die eine Registered Nurse nicht durchführen würde (z.B. Transport- oder Reinigungsdienste).
Am zweiten Tag stand vormittags die Pflegeausbildung in Israel im Vordergrund. Zu erwähnen ist, dass hier sowohl jüdische als auch arabische Studierende (und auch Lehrer) in Schule und Klinik gemeinsam lernen und arbeiten. Insgesamt erlebten wir in der Klinik ein sehr entspanntes und freundliches Klima - ein deutscher Arzt, den wir kennenlernten, lobte explizit die gute Zusammenarbeit zwischen Pflege und Medizin in Israel.
Auch die Schule selbst ist sehr gut ausgestattet. Statt eines "Demo-Raums" gibt es zwei vollständig ausgestattete Patientenzimmer mit je drei Betten, in denen hochwertige Simulationspuppen liegen. Die beiden Räume wiederum sind über Video mit einem Schulungsraum verbunden, in dem die Studierenden das Geschehen am "Patienten" beobachten und evaluieren können.
Höhepunkt der Israel-Reise war die am Nachmittag stattfindende Zeremonie der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde, zu der nicht nur pflegerische Mitarbeiter der Klinik und der Schule, sondern auch der General Director des Rabin-Medical-Centers, Dr. Eyran Halpern, und Heike Kauls, Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Israel, erschienen. Die Direktorin der Dina Nursing-School führte durch ein Programm, welches musikalisch durch Studierende der Musikschule von Petah Tikva gestaltet wurde; so gab es Beiträge durch eine Violinistin, einen Chor und eine junge Solistin, die auch Lieder in deutscher Sprache vortrugen.
Der Tag wurde beschlossen mit einem Ausflug in die Altstadt von Jaffa, bevor wir am nächsten Morgen wieder in Richtung Heimat aufbrachen.
Was wir mitgenommen haben? Israel ist ein faszinierendes Land mit unglaublich freundlichen Menschen und wir sind von der großzügigen Gastfreundschaft unserer israelischen Partner immer noch überwältigt. Toda Raba Ilana! Die Dina-Academic-School of Nursing mit ihrer Direktorin Ilana Margalith ist ein toller Partner für einen aktiven und fruchtbaren Austausch. Wir konnten bereits viele Ideen dafür gemeinsam entwickeln, die weit über einen "Schüleraustausch" im herkömmlichen Sinne hinaus gehen.
Die erste Reise von Auszubildenden nach Israel wird die Abschlussfahrt des Kurses A 11 im Februar 2014 sein, und wir freuen uns riesig, im kommenden Sommer auch die ersten Gäste aus Israel hier in Koblenz begrüßen zu dürfen. Bis dahin: Lehitraot Israel!


